Anwesende Gemeinderäte (18 bis TOP 4, dann 20, 18 ab TOP 8, 17 ab TOP 9 ):
CSU: C. Eisenmann, U. Eisenmann, Schroeder, Westenthanner (ab 19:36 während TOP 5)
FDP: Dr. Betz (nur bis TOP 7), Dr. Reich
Pullach Plus: Dr. Most, Voit (ab 21:41 während TOP 5)
Grüne: Dr. Bekk (nur bis TOP 8), Dr. Gering, Grasse (nur bis TOP 7), Hanny, Müller-Klug, Stöhr
SPD: Ptacek, Barth
WIP: Metz, Schuster, Vennekold, Zechmeister
Abwesende Gemeinderäte (1):
Pullach Plus : Voit (Abwesenheit entschuldigt, aber ab 21:41 dann doch anwesend)
Vorsitz:
2. Bürgermeister Dr. Most
Einstimmig beschlossen entspricht 20 Stimmen (20-0) bei vollständiger Präsenz aller anwesenden Gemeinderäte.
Anwesend von der Verwaltung: Ludwig, Rohde, Schneider, Weiß, Wimmer
Ca. 30 weitere Bürger anwesend.
Beginn : 19:00 Uhr im großen Sitzungsaal des Rathauses in Pullach
TOP 1 und 2:
Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung und Beschlussfähigkeit / Genehmigung der Tagesordnung
Keine Einwände, genehmigt.
TOP 3:
Genehmigung der Niederschrift vom 16.12.2025 (Gemeinderat)
Keine Einwände, genehmigt.
TOP 4:
Bürgerfragerunde
Dr. Most: Schlägt Fragerunde anschliessend an TOP 5-7 vor.
keine Einwände
Stohrer: Strassenlaternen am Bahnübergang Jaiserstr. leuchten trotz strahlendem Sonnenschein.
Ludwig: Wird sich darum kümmern.
TOP 5:
Kreuzeckstraße 21: Errichtung einer Kindertagesstätte, Genehmigung der Vorplanung
Schneider:
Bedarfslage: Änderung, da Kinderhaus St. Gabriel zum Herbst schliesst. Zudem sind 30 Pullacher Kinder auswärts untergebracht. Sieht für 2026/27 angespannte Lage. Mäuseburg (aktuell bis max. 4 Gruppen, lt. Betreiber keine zusätzl. Gruppen möglich), St. Gabriel (bisher max. 4 Gruppen, aktuell noch 2).
Kreuzeckstr. ist frühestens Herbst 2027 nutzbar. Sieht dann Umzug der Mäuseburg in Kreuzeckstr. + 2 Gruppen weiterhin in alter Mäuseburg. Dann Neubau Mäuseburg. Ab 2029 Mäuseburg mit 6 Gruppen + 4 Gruppen in Kreuzeckstr.
Weiternutzung St. Gabriel: Gespräche mit Trägern zu Haus 2 + 8, aber bisher nur Absagen (kein Personalraum, keine Schlafräume etc.). Zuständig für Genehmigung der evtl. Umbauten ist München.
Alternative Standorte: Kuhwiese: Planung würde länger dauern. Seitnerstr. u.a. : „kannibalisiert“ jeweils bestehende Einrichtungen.
Handlungszwang, da seit 15 Jahren die Container der Mäuseburg nur „übergangsweise“ genehmigt sind.
Bergmann (Planungsgesellschaft Stadt-Land-Verkehr) stellt Verkehrsuntersuchung vor. Sieht Probleme, wenn sich Nutzer nicht an Regeln/Empfehlungen halten. 4 Mitarbeiter sollen auf P&R Parkplatz, Eltern auf den Stellplätzen am Restaurant und auf Kurzzeitparkplätzen P&R parken. Verkehrsaufkommen sollte unter 100 Fahrten/h bleiben.
„Bring/Hol“-Verkehr muss klar kommuniziert werden – kein Halten auf Gehwegen, nicht auf Behindertenparkplätzen. Poller am Eingang, Kontrollen sind wichtig. Einbahnstr. in N-S Richtung ggf. als Notnagel, falls Regeln nicht greifen. Erschliessung erfolgt über Sollner Str., erwartet max. 33 zusätzliche Fahrten/h.
Sieht die Änderung durch den Neubau als insgesamt verträglich.
Hrycyk (Architekturbüro) stellt Vorplanung im Detail vor. Baumfällungen sind unumgänglich. Vorfertigung von Raummodulen. Nachhaltigkeit zusammen mit Fr. Siegesmund erarbeitet (Holzbau, leimfrei, PV). Fertigstellung bei Bauantrag im April 2026 dann für 09/2027 möglich.
Projektgesamtkosten über 7.7 Mio€ (incl. Generalunternehmerzuschlag).
Bauausführung als „Nachhaltiges Gebäude“ ergibt Förderung von 0.19 Mio€ (abzgl. Mehraufwand dafür verbleiben aber nur noch 0.05 Mio€).
Ludwig: Abbruch bestehendes Gebäude kostet ca. 50 T€.
Dr. Reich (FDP): Sieht Baurechterweiterung kritisch. Hinterfragt Bedarf: lt. Prognosetool sind 52 Plätze für Krippe vergeben, zusätzlich 12 Reserve und 36 „Gastkindersaldo“ – was ist das? Kindergarten: dort momentan volle Bedarfsdeckung. Aktuelle Nutzung der Plätze? Prognosetool sieht eine Abnahme der Kinderzahl von 302 auf 269 im kommenden Jahr. Dies müsste eigentlich den Verlust von St. Gabriel kompensieren.
Problem liegt zudem am Fachkräftemangel, nicht am Raum (Schliessung von Gruppen wg. Personalmangels). Sollten nicht deshalb primär Mitarbeiter angeworben werden statt noch mehr Räume zu errichten?
Wohnraum in Kreuzeckstr. würde die Personalanwerbung erleichtern?
Schneider: Sieht Fachkräftemangel als „Henne-Ei-Problem“ – attraktive Krippen-Räume vs. Containerlösung würde Anwerbung erleichtern. Wohnraum ist aber auch wichtig. Gemeinde ist primär verantwortlich für die Bereitstellung von Räumen, die Betreiber für das Personal.
In Kreuzeckstr. wären 13-16 Wohnungen möglich, vermutet aber mehr Verkehr dadurch.
Wimmer: Gastkindsaldo beschreibt die Differenz zwischen auswärtigen Kindern in Pullach und Pullacher Kindern in anderen Gemeinden. Zur Zeit sind 30 Pullacher Kinder mehr auswärtig als externe in Pullach. Glaubt an „Wellen“ bei zukünftigen Kinderzahlen.
Dr. Reich (FDP): hakt nach zu aktuellen Zahlen. Wieviele Betroffene aktuell in St. Gabriel? Wieviele Plätze sind durch Fachkräfte-Mangel nicht belegt?
Kritisiert, dass die Kostenschätzung in nur 4 Monaten von 6 auf 7.5 Mio gestiegen ist. Fordert daher solide Unterlage statt „Wellen“.
Wimmer: Ist optimistisch, sieht steigende Zahl von Bewerbern als Fachkräfte. Aktuell 1 Gruppe in Marga Müller (25 Plätze) geschlossen mangels Fachkräfte. Ansonsten alles belegt.
St. Gabriel hat ggw. 25+12 Plätze. Daher 25 wegfallende Kiga-Plätze und 12 Krippenplätze.
Dr. Most merkt anekdotisch an: Grundschule Bedarfsprognose von 14 Klassen sinkend auf 13/12. Tatsächlich immer noch 14 Klassen. Vermutet Ursache evtl. durch Neubauten und damit verbundenem Zuzug von Familien.
Vennekold (WIP): Sieht keine „katastrophale“ Situation und bedauert, dass in den letzten 12 Jahren nichts zur Renovierung der Mäuseburg gemacht wurde. Anderes erschien der Verwaltungspitze wohl wichtiger.
Bei Mäuseburg sind nur 2 von 4 Krippen-Gruppen genutzt. Wieviele Krippenplätze davon für Grosshesseloher?
12 Krippenplätze in St. Gabriel entfallen, und dafür 7.5 Mio€ in Kreuzeckstr. als Lösung?
Der Entfall der 2 Kindergartengruppen von St. Gabriel sollte unproblematisch sein, da es genügend freie Kindergartenplätze gibt.
Eine Renovierung der Mäuseburg wäre mit vorbereiteten Baumodulen ebenfalls kurzfristig und dann 6-zügig machbar.
Ist erstaunt über „Bedarf“ für 2030: diese Kinder sind noch nicht mal gezeugt….
Ist das Verkehrsgutachten wirklich ein Gutachten oder nicht vielmehr nur eine Beratung? P&R-Parkplätze sind für Hol-&Bring-Verkehr ungeeignet – Nutzung nicht realistisch, Eltern werden bis vor die Krippe fahren. Und warum nur zusätzliche 33 Fahrten bei 74 Kindern und 4 Angestellten?
Lösung, die für die meisten Pullacher Bürger passen sollte: Neubau Mäuseburg. Hat gleiche Zeitschiene, und ist eine langfristige Lösung.
Schneider: Krippenbedarf für Grosshesselohe nicht klärbar, da kein offizieller Ortsteil. Letztlich ist Präferenz der Eltern entscheidend.
Kreuzeckstr. mit 2 Krippen, 2 Kindergarten-Gruppen, aber flexibel.
Mäuseburg: 2 geschlossene Gruppen, da lt. AWO Betrieb „nicht möglich“.
Ludwig: Kostenschätzung 6 Mio€ ist „Fluch der ersten Zahl“. Aktuell 7.5 Mio incl. 7% Puffer, auch durch teure Holzmodule. Dafür kürzere Bauzeit. Mit Generalunternehmer bessere Kostensicherheit. Plädiert für „richtig bauen“ statt Container.
Bergman: Vorlage ist kein verkehrsrechtl. Gutachten. 33 zusätzliche Fahrten in Spitzenstunde. Parkplatz: P&R-Festlegung ist nicht relevant, keine Bindung nur für P&R-Verkehr. Glaubt, dass wegen kurzem Fussweg keine Eltern bis zur Krippe fahren würden.
Vennekold (WIP): Wie passen 74 Kinder zu 33 Fahrten?
Bergman: Nicht alle Kinder werden mit Auto gebracht.
Ptacek (SPD): Hält Bedarf für schlüssig. Entfall St. Gabriel muss ersetzt werden. Lobt Entwurf und geplante Geschwindigkeit.
Bei Mäuseburg-Renovierung/Neubau bisher keine Initiativen der Verwaltunspitze – aber wenn Neubau, ist Interimslösung nötig. Sieht Kreuzeckstr. als „dauerhafte“ Interimslösung.
Anwohnersorgen: ja, es wird mehr Verkehr geben – aber es gibt andere Orte in Pullach mit Kindereinrichtungen mit mehr Verkehr, sieht daher „tragbare Belastung“.
Dr. Gehring (Grüne): Sieht klassischen Interessenkonflikt (Verkehrsproblem vs. Betreuungsplätze). Erscheint den Anwohnern die Verkehrsuntersuchung auch schlüssig? Sieht Unsicherheit bei Bedarfszahlen, möchte Unsicherheit der Bedarfsabdeckung aber vermeiden. Möchte Betreuungsplätze über Pullach verteilen, sonst stattdessen mehr Verkehr in Margarethenstr. Sieht Betreuungsproblematik gravierender als Verkehrsproblematik.
Barth (SPD): Glaubt der Verwaltung bzgl. Bedarf. Schildert persönliche Erfahrung mit Kinderbetreuung (Fahrweg, Bedarf). Mit Bezug auf social media: Existenz von 2 Kindergärten in Grosshesselohe ist nicht richtig, sondern nur St. Ansgar. Hält vorgeschlagene Lösung für gut.
Dr. Bekk (Grüne): Sieht Bedarf klar belegt. Falls am Ende zuviel Platzangebot: dann Kitaplätze an Kinder von externen Mitarbeitern lokaler Unternehmen vergeben. Standort ist sehr geeignet wg. Parkplatz. Hat Verständnis für Verkehrssorgen, aber sieht Gemeinwohl vorrangig. Kein Verständnis für „Not in my backyard“. Sieht Container bei Mäuseburg kritisch.
C. Eisenmann (CSU): Kritisiert Bedarfsdiskussion – es werden immer wieder andere Zahlen genannt. Entscheidende Frage ist jetzt zuerst: wohin gehen im Herbst die Kinder von St. Gabriel? Kreuzeckstr. hilft nicht, da frühestens im Herbst 27 als neues Angebot.
Schneider: St. Gabriel bietet Betreuung der ggw. Kinder bis ins Schulalter in anderer Einrichtung an (aber nicht garantiert). Neueintritte sind aber nicht mehr möglich. Mehrbedarf bis Herbst 2027 ist nur mit externen Trägern abdeckbar (in Arbeit). Konkrete Zahlen sind ggw. nicht greifbar.
Wimmer: Ersatz St. Gabriel ist aktuell nicht gesichert. Elternbeiträge für Ersatz unklar und evtl. teuer. Träger in Baierbrunn wird angesprochen.
C. Eisenmann (CSU): Fordert Ist- und Sollstand zur Verfügung zu stellen; Zahlen sind nicht nachvollziehbar (s. Mäuseburg). Planung Kreuzeckstr. löst nicht aktuelle Probleme. Kleinere Lösung in Kreuzeckstr. wäre ok. Besser: Modulbauweise auf dem Platz der Mäuseburg. Altes Polizeigebäude abreissen und durch Modulbauweise ersetzen.
Dr. Betz (FDP): Wird Antrag zustimmen. Kinderbetreuung ist 10 Jahre kein Thema gewesen, es ist nichts passiert. Jetzt kurz vor der Wahl kommt Verwaltung um die Ecke. Mäuseburg ist seit 16 Jahren „Übergangslösung“.
Kreuzeckstr. ist teuer, aber anderes (Jugendfreizeitstätte) noch viel teurer. Sieht Handlungszwang für Krippen.
Zechmeister (WIP): Personal ist entscheidend, nicht Gebäude. Wieviel Plätze in St. Gabriel in Krippe/Kiga sind konkret mit Pullachern belegt? Kreuzeckstr. kann nicht sowohl St. Gabriel als auch Mäuseburg aufnehmen – ist also keine Lösung.
Kritisiert: Gemeinde kauft Grundstück. ggw. Bewohner in Kreuzeckstr. werden vertrieben – wohin? Und nun Verdopplung des Baurechts!
Erhaltenswerter Baumbestand wird gefällt – privater Bauherr dürfte das nicht. Private Bauherren müssen Stellplätze nachweisen auf eigenem Grundstück – hier will die Gemeinde P&R-Plätze als Stellplätze missbrauchen. Der „Lieferverkehr“ an Grundschule zeigt, dass das Verkehrskonzept der Verkehrsuntersuchung so nicht funktioniert.
Schlägt bessere Lösung vor: Bebaungsplan Mäuseburg nutzen ist schneller als ein neuer Bebaungsplan Kreuzeckstr. – als Interimslösung für 2 Jahre Container anmieten (für ca. 1.5 Mio€), während Mäuseburg neugebaut wird mit 6 Gruppen – so bleiben 6 Mio€ zusätzlich für den Neubau Mäuseburg statt eines überflüssigen weiteren Krippenstandorts.
Warnt vor möglichem Normenkontrollverfahren in der Kreuzeckstr., denn dann dauert der Bau dort noch viel länger.
Schneider: Aktuell 4 Kinder aus Pullach in Krippe St. Gabriel, 12 im Kindergarten St. Gabriel.
Hr. Iwanusa (AWO, Leiter Mäuseburg): Im Prinzip 48 Kinderkrippenplätze, aber Schlafraum fehlt. 2008 gebaut, keine dauerhafte Lösung. 4 Krippengruppen in Neubau Kreuzeckstr. – glaubt, da gehen Kinder gerne hin, Plätze werden sicher voll. Begrüßt auch einen Neubau der Mäuseburg.
C. Eisenmann (CSU): Unterauslastung Mäuseburg seit wann?
Iwanusa: seit 6 Jahren.
C. Eisenmann (CSU): Man hätte also seit 6 Jahren handeln müssen.
Hinterfragt, ob Baurecht/Änderung Bebauungsplan zu Verzögerung eines Neubaus führen? warum „Kannibalisierung“ durch angrenzende Kinderbetreuung? Ist es nicht sinnvoller, nebeneinander zu bauen?
Wimmer: Isarspatzen/Kinderland wollen keine Erweiterung, lt. Leitung nicht machbar. Sieht „Konkurrenz“ bei angrenzender Kinderbetreuung.
Weiß: Sieht keine Verzögerung durch erneute Auslegung bis ca. April, dann wäre ab Mitte/Ende April Satzungsbeschluss zum Bebaungsplan möglich.
Hanny (Grüne): Sieht Bedarf sowohl für Mäuseburg als auch Kreuzeckstr.
Zechmeister (WIP): Stellt klar: sind für Neubau Mäuseburg, aber erst Container-Interimslsösung, dann kompletter Neubau Mäuseburg (statt stufenweise). Muss aber finanziell zu stemmen sein, und Neubauten müssen auch dauerhaft (für Pullacher!) genutzt werden.
Dr. Most: Eröffnet die nachgezogene Bürgerfragestunde (insges. 5 Meldungen):
Krebs: Kritisiert und verwehrt sich gegen „NIMBY“ Anmerkung von Dr. Bekk. Über 80 Anwohner haben Einwendung unterschrieben. Betont Abwägung: ist der Bedarf so groß? Verweist auf interkommunale Plätze. Wie lange ist die ggw. Wartezeit für Krippe? Hinterfragt „Saldo“ – wieviel der in Pullach betreuten Kinder stammen aus Grosshesselohe?
Dr. Most: Letzte Frage nicht zu beantworten, da Grosshesselohe kein abgrenzbarer Ortsteil ist.
Wimmer: Kurzfristiger akuter Bedarf: 6 Krippenkinder warten. Anmeldung für Sommer: noch nicht benennbar. 146 Kinder sind insgesamt im Krippenalter.
Krebs: aus mehrjähriger Erfahrung: nur für 40% der Kinder im Krippenalter werden Krippenplätze nachgefragt.
Wimmer: Bedarf ist „auf den Platz genau“ nicht benennbar.
Dr. Most: Interkommunale Kinderbetreuung: mit Baierbrunn gute Zusammenarbeit. In Solln sind Plätze aber extrem teuer.
Fr. Marxer: Ist erstaunt über Kalkulation. Hinterfragt Wirtschaftlichkeit. Wie Begrenzung der Kostensituation? Gab es Wettbewerb? Braucht es auch noch eine zusätzliche teuere Zertifizierung? Alleine Grundstück kostete über 2.8 Mio€ ?
Hrycyk: Kostenschätzung erfolgt aus Erfahrung. Ausschreibung: der Generalunterehmer BML schreibt dann europaweit aus.
Hr. Beigel: Werden Kita- und Kigaplätze auch für (externe) Mitarbeiter von örtlichen Unternehmen z.B. Hannover Leasing angeboten? Kämpft damit, gute Mitarbeiter zu finden.
Dr. Most: Heute keine Angebote für externe Mitarbeiter möglich. Sieht das Thema aber als interessant.
Fr. Beck: Sieht ein zu geringes Angebot in Grosshesselohe. Kritisiert Mäuseburg wegen Containerlösung.
Fr. Franz: Neubau Kreuzeckstr. könnte zu Belebung am Wöllnerplatz führen. Regt mehr architektonische Öffnung des Gebäude zum Wöllner Platz hin an. Plädiert für „autofrei“ an dem Neubau. Fahrradparkplätze für Lastenräder vorsehen. Abstellmöglichkeiten für Kinderwägen vorsehen.
Dr. Most: Beendet Rednerliste. Schlägt Einzelabstimmung zu den 3 Teilen des Beschlussvorschlags vor.
Zechmeister/ Vennekold (WIP): Bestehen auf Änderung des 1. Teil des Beschlussvorschlags von „Verkehrsgutachten“ zum korrekten Begriff „Verkehrsuntersuchung“:
Dr. Most: ändert Vorlage entsprechend.
Beschlussvorschlag (gekürzt): (Einzelabstimmung)
1. Verkehrsuntersuchung wird zur Kenntnis genommen.
einstimmig
2. Der Vorentwurfsplanung für den Neubau einer Kinderbetreuungseinrichtung für Kreuzeckstraße 21 wird zugestimmt.
Die Vorstellung der Entwurfsplanung, der Kostenschätzung sowie des Terminplans wird zur Kenntnis genommen.
Entwurfsplanung und Bau soll über Generalunternehmer Baugeselllschaft München-Land erfolgen. Bauantrag soll am 14.4. im Gemeinderat beschlossen werden.
11 ja (Grüne, SPD, Pullach Plus, Dr. Betz), 9 nein (CSU, WIP, Dr. Reich)
3. Initialbewertung und Potentialanalyse als Nachhaltiges Gebäude wird zur Kenntnis genommen.
13 ja (Grüne, SPD, Pullach Plus, Dr. Betz, Metz, Schuster), 9 nein (CSU, Dr. Reich, Venekold, Zechmeister)
Abstimmung
-> alle Entscheidungspunkte des Vorschlags zu TOP 5 sind angenommen
TOP 6:
Neubauprojekt Kreuzeckstraße 21: Abschluss eines Generalübernehmervertrags mit der Baugesellschaft München-Land (BML)
Schneider: Vergabe GÜ ohne öff. Ausschreibung, da „in-house-Vergabe“. Heilmannstr. wurde analog gebaut. Vertrag analog aufgesetzt.
Keine öffentlichen Aussagen zu den Mehrkosten des Baus durch den Generalunternehmer.
Hr. Scheimann (Geschäftsführung BML): Ausschreibung ist erfolgt, aber nicht europaweit.
Beschlussvorschlag (gekürzt):
1.Bürgermeister(in) wird beauftragt, einen Generalübernehmervertrag mit der Baugesellschaft München-Land abzuschließen. Verwaltung wird beauftragt, Mängel in der vorgelegten Entwurfsfassung des Vertrags zu bereinigen.
Abstimmung
11 Ja-Stimmen (Grüne, SPD, Pullach Plus, Dr. Betz), 9 Nein-Stimmen (CSU, WIP, Dr. Reich)
-> Vorschlag angenommen
TOP 7:
13. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 1 „Großhesselohe“ für das Anwesen Kreuzeckstraße 21, die nördlich davon gelegene Wegparzelle und Teile der Verkehrsfläche der Kreuzeckstraße zur Errichtung einer Kinderbetreuungseinrichtung im beschleunigten Verfahren (BauGB) ohne Durchführung einer Umweltprüfung
Weiß: Die Abwägungen wurden vorbereitet von Fr. Praxenthaler. Auslegung des überarbeiteten Bebaungsplans würde kommender Mo. starten.
Beschlussvorschlag (gekürzt): (Einzelabstimmung)
1. Gemeinderat beschließt die Herausnahme der Verkehrsfläche der Kreuzeckstraße aus dem Verfahren zur Änderung des Bebauungsplanes.
10 ja (Grüne, SPD, Dr. Most, Dr. Betz), 9 nein (CSU, WIP, Dr. Reich) (Voit abwesend)
2. Gemeinderat nimmt eingegangene Stellungnahmen aus der Veröffentlichung im Internet und durch die öffentliche Auslegung sowie Beteiligung der Behörden/Träger öffentlicher Belange zur Kenntnis und entscheidet nach erfolgter Abwägung im Einzelnen.
11 ja (Grüne, SPD, Pullach Plus, Dr. Betz), 9 nein (CSU, WIP, Dr. Reich)
A.1 Einwendung Anlieger (5 Stellungnahmen):
II-1 Bedarf und Alternativenprüfung: ZurückWeißung 11 ja (Grüne, SPD, Pullach Plus, Dr. Betz), 9 nein (CSU, WIP, Dr. Reich)
II-2 Mangelndes Verkehrskonzept & Immission: ZurückWeißung 11 ja (Grüne, SPD, Pullach Plus, Dr. Betz), 9 nein (CSU, WIP, Dr. Reich)
II-3 Unzureichender Natur-/Arten-/Klimaschutz: ZurückWeißung 11 ja (Grüne, SPD, Pullach Plus, Dr. Betz), 9 nein (CSU, WIP, Dr. Reich)
II-4 Unzureichender Denkmalschutz: ZurückWeißung 11 ja (Grüne, SPD, Pullach Plus, Dr. Betz), 9 nein (CSU, WIP, Dr. Reich)
II-5 Beeinträchtigung der Wegparzelle: Kenntnisnahme, Anpassung 12 ja (Grüne, SPD, Pullach Plus, Dr. Betz, Zechmeister), 8 nein (CSU, WIP(3), Dr. Reich)
II-6 Unzureichende / unterlassene Umweltprüfung: ZurückWeißung 11 ja (Grüne, SPD, Pullach Plus, Dr. Betz), 9 nein (CSU, WIP, Dr. Reich)
II-7 Fehlende Wirtschaftlichkeitsprüfung / mangelnde Verhältnismäßigkeit: ZurückWeißung 11 ja (Grüne, SPD, Pullach Plus, Dr. Betz), 9 nein (CSU, WIP, Dr. Reich)
II-8 Widerspruch gegen das beschleunigte Verfahren: ZurückWeißung 11 ja (Grüne, SPD, Pullach Plus, Dr. Betz), 9 nein (CSU, WIP, Dr. Reich)
II-9 Forderungen aus Antrag der Einwender: ZurückWeißung 11 ja (Grüne, SPD, Pullach Plus, Dr. Betz), 9 nein (CSU, WIP, Dr. Reich)
A.2 Einwendung Anwohner
II-10 Einwendungen analog A.1: ZurückWeißung 11 ja (Grüne, SPD, Pullach Plus, Dr. Betz), 9 nein (CSU, WIP, Dr. Reich)
B.1 Behörden und sonstige Träger öffentlicher Belange ohne Einwendungen
II-11 keine vorliegenden Einwendungen: Feststellung 15 ja (Grüne, SPD, Pullach Plus, WIP, Dr. Betz) 5 nein (CSU, Dr. Reich)
B.2 Behörden und sonstige Träger öffentlicher Belange mit Einwendungen
B.2.1 Landratsamt: 14 Einwendungen/Anregungen
II-12 Tw. Übernahme der Einwendungen, tw. ZurückWeißung 11 ja (Grüne, SPD, Pullach Plus, Dr. Betz), 9 nein (CSU, WIP, Dr. Reich)
B2.1.1 Abteilung Immissionsschutz
II-13 Anregungen werden übernommen 12 ja (Grüne, SPD, Pullach Plus, Dr. Betz, Zechmeister), 8 nein (CSU, WIP(3), Dr. Reich)
B2.1.2 Abteilung Umweltschutz
II-14 Anregungen werden übernommen 11 ja (Grüne, SPD, Pullach Plus, Dr. Betz), 9 nein (CSU, WIP, Dr. Reich)
B2.1.3 Abteilung Bau
II-15 Anregungen werden übernommen 13 ja (Grüne, SPD, Pullach Plus, Dr. Betz, Vennekold, Zechmeister), 7 nein (CSU, Metz, Schuster, Dr. Reich)
B2.2 Bayernwerk Netz GmbH
II-16 Kenntnisnahme 15 ja (Grüne, SPD, Pullach Plus, WIP, Dr. Betz) 5 nein (CSU, Dr. Reich)
B2.3 DB AG
II-17 Kenntnisnahme 15 ja (Grüne, SPD, Pullach Plus, WIP, Dr. Betz) 5 nein (CSU, Dr. Reich)
B2.4 Eisenbahnbundesamt
II-18 Kenntnisnahme 14 ja (Grüne, SPD, Pullach Plus, WIP(3) , Dr. Betz) 6 nein (CSU, Dr. Reich, Metz)
B2.5 Deutsche Telekom Technik GmbH
II-19 Kenntnisnahme 15 ja (Grüne, SPD, Pullach Plus, WIP, Dr. Betz) 5 nein (CSU, Dr. Reich)
B2.6 SWM
II-20 Kenntnisnahme 15 ja (Grüne, SPD, Pullach Plus, WIP, Dr. Betz) 5 nein (CSU, Dr. Reich)
B2.7 IEP
II-21 Kenntnisnahme 15 ja (Grüne, SPD, Pullach Plus, WIP, Dr. Betz) 5 nein (CSU, Dr. Reich)a
B2.8 Energieagentur Ebersberg-München gGmbH
II-22 Anregung wird übernommen 11 ja (Grüne, SPD, Pullach Plus, Dr. Betz), 9 nein (CSU, WIP, Dr. Reich)
3. Gemeinderat beschliesst die Abwägung über die eingegangenen Stellungnahmen. Das Ergebnis der Abwägung ist mitzuteilen.
11 ja (Grüne, SPD, Pullach Plus, Dr. Betz), 9 nein (CSU, WIP, Dr. Reich)
4. Gemeinderat nimmt den Entwurf zur Änderung des Bebaungsplanes zur Kenntnis, fasst Billigungsbeschluss zum Planungstand und beschließt erneute Beteiligung der Öffentlichkeit und Behörden/Träger öffentl. Belange. Die Dauer der Auslegung wird angemessen verkürzt.
11 ja (Grüne, SPD, Pullach Plus, Dr. Betz), 9 nein (CSU, WIP, Dr. Reich)
-> alle Entscheidungspunkte des Vorschlags zu TOP 7 sind angenommen
TOP 8:
Bahnhof Pullach: Aufhebung des Beschlusses vom 12.03.2025 zur Durchführung eines Bürgerrats; Beauftragung weiterer Schritte zur Sanierung des Bahnhofsgebäudes
(Grasse und Dr. Betz ab TOP 8 abwesend)
Dr. Most: informiert über Empfehlung des Moderators, der Bürgerrat sei nicht geeignet, da viele Ideen bereits aus Workshop vorliegen.
Ptacek (SPD): Zeitpunkt für Bürgerrat nicht mehr geeignet. Verengung auf Bahnhofsgebäude nicht empfehlenswert.
Dr. Bekk (Grüne): Dankt für den Moderator. Bürgerbeteiligung über verschiedene Wege möglich.
Zechmeister (WIP): Wäre es nicht ausreichend gewesen, zu diesem Schluss auch anders zu kommen – Bericht eines Bregenzer in Pullach statt Reise vieler Gemeinderäte nach Bregenz?
Dr. Reich (FDP): (an Grüne/SPD/Pullach Plus) Schämt ihr euch nicht? Erst intensive Kampagne für Bürgerrat, und nun nach einem Jahr Rückzug.
Beschlussvorschlag (gekürzt):
1. In Abweichung zum Beschluss des Gemeinderats zu TOP 9 vom 12.03.2025 wird beschlossen, auf die Durchführung eines Bürgerrats zur Entwicklung des Pullacher Bahnhofs zu verzichten.
Die Verwaltung wird beauftragt, ein Konzept für eine möglichst nutzungsoffene Sanierung des Bahnhofsgebäudes inklusive öffentlicher Sanitäranlagen auszuarbeiten.
Abstimmung
16 Ja-Stimmen (CSU, SPD, Pullach Plus, WIP, Dr. Reich, Grüne (3)), 2 Nein-Stimmen (Hanny, Müller-Klug)
-> Vorschlag angenommen
TOP 9:
Ortsentwicklungsplan (OEP): Antrag der Agenda 21 Pullach vom 10.10.2025 zur Fortschreibung des OEP
Weiß: Evaluierung des OEP durch Verwaltung. Empfiehlt Vertagung einer Fortschreibung in neuen Gemeinderat. Keine Mittel für 2026 für Fortschreibung OEP vorgesehen.
Hr. Kloeber (Agenda21): Akzeptiert Vertagung, Hinterfragt: nur 3 von 33 Massnahmen umgesetzt. Erbittet Zeitachse zur Umsetzung.
Müller-Klug (Grüne): Wird die Veröffentlichung der Evaluierung geplant? Auf Website?
Weiß: Ja.
Ptacek (SPD): Dankt Agenda. Sieht OEP als Werkzeug/Plan für die Zukunft.
Beschlussvorschlag (gekürzt):
1. Der Antrag wird zur Kenntnis genommen.
2. Bestandsaufnahme der Massnahmen des OEP wird zur Kenntnis genommen.
3. Entscheidung über Fortschreibung des OEP wird in den neugewählten Gemeinderat vertagt. Verwaltung wird beauftagt, den Antrag zeitnah dem neuen Gemeinderat vorzulegen.
Abstimmung
einstimmig (ohne Dr. Bekk/Grasse/Dr. Betz)
-> Vorschlag angenommen
TOP 10:
Bekanntgaben aus nichtöffentlichen Sitzungen
Rohde:
Gemeinderat vom 25.11. : Ehrenamtspreis an Fr. Tschermak, Hr. Oesterreicher, Fr. Harbeck.
Personal: Hochbau: Fr. Lersakova eingestellt.
TOP 11:
Allgemeine Bekanntgaben
– keine –
TOP 12:
Gemeinderatsfragestunde
Zechmeister (WIP): Mieter Postgebäude berichtete: Gemeinde baut mit Eigentümer zusammen das neue Postgebäude – ist das korrekt?
Auch: Gemeinde und Eigentümer bezuschussen neue Wohnung für bisherige Mieter mit 100€ – korrekt?
Dr. Most: Sachverhalt unbekannt.
Ludwig: Es gab Planungsgespräche mit Eigentümer. Aussagen sind so nicht korrekt.
Weiß: Privater Bauträger. Gemeinde ist nicht beteiligt.
Hanny (Grüne): Turnhalle Gymnasium – angeblich nur noch eine Halle nutzbar, weil einsturzgefährdet?
Ludwig: Es gibt Durchbiegung im Deckenbereich, aber keine Einsturzgefährdung. Untersuchung dazu läuft.
Schroeder (CSU): Tür Friedhof schliesst wieder nicht.
Ende der öffentlichen Sitzung: 22:50 Uhr (im Anschluß nichtöffentliche Sitzung).
Mitschrift online: Donnerstag, 29. Januar 2025 09:40 Uhr
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