Kleines und Großes für Pullach erreichen
Liebe Pullacherinnen und Pullacher,
ich hoffe, Sie sind gut, gesund und zuversichtlich in das neue Jahr 2026 gestartet. Der Jahresbeginn hat sich von seiner winterlichen Seite gezeigt – Pullach wie in einer Schneekugel, ruhig und weiß bedeckt. Und doch hat das neue Jahr auch Themen mitgebracht, die viele von uns aus dem Alltag kennen und die zum Nachdenken anregen.
So haben die erneuten Einschränkungen im S-Bahn-Verkehr in der ersten Januarwoche wieder einmal Geduld erfordert. Wer bei Kälte und Schnee am Bahnsteig des Bahnhofs Pullach wartet, erlebt sehr unmittelbar, wie wichtig Verlässlichkeit, gute Information und ein geschützter Aufenthaltsbereich sind. Gerade in solchen Situationen wird deutlich, welche Rolle unsere örtliche Infrastruktur für den täglichen Weg zur Arbeit, zur Schule oder zu kulturellen Veranstaltungen spielt.
In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an eine Bürgerumfrage der WIP aus dem Jahr 2024, an der sich rund 200 Pullacherinnen und Pullacher beteiligt haben. Viele Rückmeldungen betonten den Wunsch nach einem angemessen großen, wettergeschützten Wartebereich am Bahnhof Pullach sowie nach einem einfachen gastronomischen Angebot. Auch sanitäre Einrichtungen wurden insbesondere bei längeren Wartezeiten als sinnvoll erachtet – vor allem aus Sicht von Gästen und Pendlerinnen und Pendlern.
Der Bahnhof ist eine Visitenkarte unserer Gemeinde. Er ist oftmals der erste Eindruck bei der Ankunft und der letzte beim Heimweg, etwa nach einem Besuch im Bürgerhaus. Ein sauberer, sicherer und funktionaler Bahnhof trägt wesentlich dazu bei, wie unser Ort wahrgenommen wird. Aus meiner persönlichen Sicht wäre es daher sinnvoll, über eine pragmatische funktionale und behutsame Sanierung im Bestand nachzudenken, die den Anforderungen des Denkmalschutzes ebenso Rechnung trägt wie den heutigen Nutzungsbedürfnissen. Weiterführende Ideen zur Nutzung unter Hinzuziehung eines Bürgerrats könnten – je nach Entwicklung – auch zu einem späteren Zeitpunkt noch diskutiert werden.
Wenn man so am Bahnsteig steht und in die Zukunft blickt, kommen unweigerlich auch langfristige Fragestellungen auf. Dazu zählt etwa die grundsätzliche Überlegung, wie sich die Bahninfrastruktur in Pullach über viele Jahre hinweg entwickeln könnte. Ob durch Tunnel, offene Lösungen mit Brücken anstelle von Bahnübergängen – ich bleibe dabei, aus meiner Sicht wäre es sinnvoll, sich alle nach heutigem Stand der Technik denkbaren Optionen einmal systematisch darstellen zu lassen.
Auch Ereignisse außerhalb Pullachs lenken den Blick auf Fragen der Vorsorge. Der mehrtägige Stromausfall in Teilen Berlins Anfang Januar hat gezeigt, wie schnell selbst zentrale Infrastrukturen an ihre Grenzen kommen können. Vor diesem Hintergrund halte ich es für wichtig, bei anstehenden Sanierungsmaßnahmen öffentlicher Gebäude auch deren mögliche Rolle im Krisenfall noch stärker mitzudenken. Dies betrifft z.B. unser Sportheim, das nicht nur wegen seiner wichtigen Funktionen für den Schul- und Vereinssport sowie als Begegnungsstätte von großer Bedeutung ist, sondern auch weil es einer unserer Katastrophenschutzleuchttürme ist. Ein Anlaufpunkt für alle in genau solchen Situationen, wie wir sie gerade in den Nachrichten erleben durften. Ein Ort an dem dann Hilfe geleistet wird.
Ich freue mich sehr auf die kommenden Wochen: auf Gespräche, Begegnungen und den Austausch mit Ihnen. Als überparteilicher und parteiloser Bürgermeisterkandidat, nominiert von der WIP, ist mir dieser Dialog besonders wichtig. Gemeinsam können wir darüber sprechen, wie Pullach auch künftig lebenswert, sicher und gut aufgestellt bleibt.
Am Sonntag, den 8. März 2026, findet die Bürgermeisterwahl statt. Ich freue mich über Ihre Unterstützung.
Ihr Bürgermeisterkandidat
Heinrich Klein
