Gemeinderat 28.07.2026:
Mitschrift der WIP

Anwesende Gemeinderäte (17):
CSU: U. Eisenmann, Kässer, Schroeder, Wirl
FDP: Bock, Dr. Reich
Pullach Plus: Dr. Most, Voit
Grüne: Abil, Dr. Gering, Hanny, Klug
SPD: Ptacek, Barth
WIP: Schuster, Vennekold, Zechmeister

Abwesende Gemeinderäte (3):
CSU: Kleemann, Westenthanner
Grüne: Müller-Klug

Vorsitz:
1. Bürgermeisterin C. Eisenmann

Einstimmig beschlossen entspricht 18 Stimmen (18-0) bei vollständiger Präsenz aller anwesenden Gemeinderäte.

Anwesend von der Verwaltung: Ludwig, Rohde, Schneider, Schröter
Ca. 25 weitere Bürger anwesend.

Beginn : 20:00 Uhr im großen Sitzungsaal des Rathauses in Pullach (zuvor nichtöff. Sitzung)

 

TOP 1:
Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung und Beschlussfähigkeit / Genehmigung der Tagesordnung

Keine Einwände, genehmigt.

 

TOP 2:
Genehmigung der Niederschrift vom 30.06.2026 (Gemeinderat)

Barth (SPD): Bittet um Korrektur der anwesenden Gemeinderäte und Verwaltung und Anpassungen bei TOP13 zu Veranstaltung Nacht der Demokratie und TOP9.

Sonst keine Einwände, genehmigt.

 

TOP 3:
Bürgerfragerunde

Hr. Höck : möchte sich später zu TOP 5 (Grundschule) melden.

Fr. Krupski: zu TOP 11: ggw. wenige(r) Biker auf den Trails unterwegs. Befürchtet dass die Anlage von Trails den Radverkehr erst aktivieren.
C. Eisenmann: TOP 11 ist kein Beschluß für Anlage von Trails.

Fr. Metz: Feuerwerk im Bereich Sonnenstr. 8 – genehmigt? Feuergefahr/Waldbrand? Was ist der Stand in Pauillac?
Fr. Rohde: Regierung in Oberbayern hat das Feuerwerk genehmigt. Wg. Waldbrandindex 4 gibt es Rücksprache zu weiterem Feuerwerk.
Dr. Reich: Zu Pauillac: Lacanaux in der Nachbarschaft wurde geräumt – alle Touristen in Gironde zum Verlassen aufgefordert. Pauillac ist nördlich gelegen und noch nicht betroffen.

Fr. Stephan: Beklagt Probleme mit Gas und Lüftung im Bürgerhaus/Restaurant seit 18.7. Hat keine Information, wann wieder repariert.
Ludwig: Lüftung Reparatur ist beauftragt.
C. Eisenmann: Bitte Details mit Bautechnik absprechen.

Hr. Mattes: Hinterfragt die Umsetzung der Machbarkeitstudie des Radwegekonzepts. Geschwindigkeit von Radfahrern bei über 32 km/h im Mittel gemessen. Wie einbremsen?
Ludwig: Verweist auf den TOP 15.

 

TOP 4:
Mäuseburg Neubau: Vorplanung Kita

Architekt Hrycyk: Stellt Konzept vor. 6-zügige kombinierte Kinderkrippe/Kindergarten auf dem Grund der bisherigen Containeranlage, N-S-Ausrichtung, 2-stöckiger Langbau mit Eingang zu Margaretenstr. Polizeistation als Übergangsnutzung.
Freispielfläche nach Osten orientiert. Modulares Konzept. Schnelle Umsetzung des Baus. Gruppenräume 50 qm, Ruheraum 32 qm. Innenliegende Toiletten. Durchlaufender überdachter Balkon nach Osten. Innen viel Holz. Keine Unterkellerung. Gründach und PV auf Dach.

Bauantrag bis Ende 26, Baubeginn Sept. 27, Inbetriebnahme Sept. 28.
Ab Sept. 27 Umzug in Übergangsquartier St. Gabriel für 1 Jahr.
Kosten ca. 9.9 Mio€ alles incl.

C. Eisenmann: St. Gabriel als Übergangsquartier wurde mit AWO begangen. 24 Krippenkinder werden für ein Jahr umziehen. Gute Zwischenlösung für 1 Jahr. Polizeigebäude wird in 2. Schritt angegangen.

Ptacek (SPD): Ist unglücklich mit schlauchartiger Situation, warum nicht Erschliessung von Westen her? Mehr Parkplätze an Margaretenstr. Zu wenig Lagerflächen. Unterkellerung? Bemängelt: Kein Aufzug: Barrierefreiheit? Transport in 1. Stock nur per Hand möglich. Aussenflächen zu knapp. (falls mehr Kindergartengruppen). Wie Einschränkung Geräuschentwicklung? Ausweichquartier St. Gabriel wirklich gesichert? Plan B, falls St. Gabriel nicht möglich?
C. Eisenmann: Pullach hat bestehenden Vertrag mit St. Gabriel für genehmigte Kita für bis zu 57 Plätze.
Hrycyk: Vorgestelltes Konzept ist anerkannt (Auszeichnung). Situierung im Wald, daher kein Verkehr bis zum Gebäude möglich. Aufzug ist selbstverständlich vorhanden (im Kopfbau). Viel Lagerflächen in Einbauschränken. Teilunterkellerung ist aber denkbar. Freispielfläche ist ausreichend. Sehr gute Akustik und Schallschutz (doppelte Wände mit Dämmung und absorbierende Materialien). Einladung zur Besichtigung anderer bereits gebauter Einrichtungen sollte überzeugen.

Dr. Gering (Grüne): Entwurf gut. Neubau ist nötig. Bitte mehr Freiflächen ermöglichen. Vermisst: Klimaanlage? Parkplätze/Verkehrskonzept? Einbezug der Leitung Margaretenstr.? Ausreichend und geeignete Flächen in St. Gabriel vorhanden? Aufspaltung zwischen Polizeistation und St. Gabriel mit welchen Kosten?
Beantragt als Änderungsantrag eine Ergänzung: Zeitnahe Planung St. Gabriel konkretisieren; Verkehrskonzept vorlegen; Betreiber ist einzubinden; Entwurf zu mehr Freiflächen und Lagerflächen vorlegen.

Abil (Grüne): Konzept wunderbar. Lebensdauer Holzmodule fraglich? Treppe mit Rutsche als Fluchtweg ergänzen.

Hrycyk: Rutschen haben keine zulässige Funktion als Fluchttreppe. Verweist darauf, dass hier eine Machbarkeitstudie, keine Detailplanung vorgestellt wird. Erst danach Vorentwurf, und dann Entwurf. Sonnenschutz ist eingeplant, Klimatisierung wird explizit nicht empfohlen. Ausmaß der Freiflächen ist ausreichend und empfohlen. Biotop vor dem Neubau ist geschützt. Aktuell 6 Gruppen entspricht keiner Mehrung, daher Verkehr unverändert. Ist gegen Verkehrs-/Parkflächen im Biotop. Verkehr-/Parksituation wird im Vorentwurf/Entwurf detailliert. Haltbarkeit Holzbau unbegrenzt (konstruktiver Holzschutz).
Unterkellerung ist möglich, führt aber zu Problemzone beim Übergang von Holzbau zu Beton, daher eher nicht empfohlen.

Voit (Pullach Plus): Betreibt AWO beim Wechsel der drei Gruppen nach St. Gabriel weiter mit demselben Personal?
Leiter AWO: Ja, Personal wechselt nach St. Gabriel. Der Wechsel ist ab Sept. 27 wunderbar machbar.
C. Eisenmann: Klarstellung: es handelt sich um 24 Kinder entsprechend 2 Gruppen.

Zechmeister (WIP): Dankt für Konzept. Ist überrascht über die Bedenken der Grünen zum Bewegungsfreiraum – in der Kreuzeckstr. hätte es viel weniger Platz gegeben, da war das kein Thema. Nördlicher Bereich bei Mäueseburg ist für Brauchtum vorgesehen (Maibaum etc.), aber kann sicher auch für Kinder genutzt werden. Auch nach Osten gibt es noch zusätzlichen Platz.

C. Eisenmann: Zum Änderungsantrag: Heute geht es um eine Machbarkeitstudie. Die Details der Übergangslösung St. Gabriel sind ein separates Thema. Die Fragen wurden geklärt. Bedarf für zusätzliches Personal hat mit Machbarkeitstudie nichts zu tun. Überprüfung des Verkehrskonzept und Einbezug der Brauchtumsfläche sowie Konkretisierung der Lagerflächen wird in weiteren Schritten einbezogen.

Dr. Gering (Grüne): Sieht sehr straffen Zeitplan. Auslagerung bereits in einem Jahr. Fordert daher klare Aussage zu Auslagerungskonzept und Rahmenbedingungen.
C. Eisenmann: Verweist auf die Begründung zum TOP.
Dr. Gering (Grüne): Besteht auf Änderungsantrag.

Ptacek (SPD): Verweist auf kommunalen Spielplatz bei Kreuzeckstr. als zusätzliche Freifläche.

C. Eisenmann: Hält Änderungsantrag für überflüssig, da die angesprochenen Punkte alle eh bereits vorgesehen sind.
Dr. Gering (Grüne): Mag sein, aber dann „tut der Änderungsantrag ja auch nicht weh“.

Beschlussvorschlag (gekürzt):
1. Gemeinderat anerkennt die Machbarkeitsstudie für eine 6-gruppige Kindertagesstätte Mäuseburg in Holzmodulbauweise als dauerhafte Einrichtung. Gleichzeitig wird das Architekturbüro Hrycyk für die weiteren Vorplanungen beauftragt.
2. Gemeinderat beschließt, dass die Baugenossenschaft München Land (BML) als Generalübernehmer den Bau der Kindertagesstätte erstellt.

Abstimmung
einstimmig
-> Vorschlag angenommen

Änderungsantrag: Verwaltung soll Planung für Ausweichquartier St. Gabriel vorlegen (Zustimmung Betreiber, Personalbedarf, Kosten), Verkehrskonzept vorlegen, Betreiber einbinden und Architekturbüro beauftragen für Überprüfung von Freifläche.

Abstimmung
15 Ja-Stimmen, 3 Nein-Stimmen (WIP)
-> Vorschlag angenommen

 

TOP 5:
Grundschule – Schulhofgestaltung: Beauftragung der Konzeptstudie

Hr. Höck (Rektor Grundschule): Baufragen wurden mit Schulleitung abgestimmt. Es gab 2 Versionen – eine mit Einbeziehung eines Teils der Schulstrasse. Hort auf Seitnerfeldern ist ja nur temporär – Hort sollte wieder auf Schulgelände. Aussenfläche ist bisher unzureichend. Einbezug der Schulstrasse (wg. Beschattung) wäre sehr sinnvoll. Auflösung des Verkehrsübungsplatz sollte geklärt werden (s. Pater-Ruppert-Mayer-Schule). Klimatisierung des bestehenden Gebäudes, da nach Osten starke Aufheizung. Daher bitte Beschattung nach Ostseite vorsehen. Bittet um entsprechende Einarbeitung in Machbarkeitstudie.
C. Eisenmann: Einbezug der Schulstrasse ist schwierig u.a. wg. Garagenzufahrt der Schule. Verkehrsübungsfläche: ist bereits im Gespräch. Beschattung wird mit Planer angegangen.
Ludwig: Klimakonzept des Gebäudes wird mit Nachtkühlung und Verschattung gemacht.

Voit (Pullach Plus): Pausenhof ist jetzt unbeschattet. Dringend Handlungsbedarf. Verweist auf Antrag zur Klimatisierung bei letzter Gemeinderatsitzung.
Änderungsantrag: Unterer Teil Schulstrasse in Planung einbeziehen.

Dr. Reich (FDP): Natürliche Klimatisierung des Gebäudes ja, aber der Antrag beim letzten Gemeinderat bezog sich auf schnelle Beschaffung mobiler Klimageräte und hat mit der geplanten Klimatisierung des Schulgebäudes nichts zu tun.

Dr. Gering (Grüne): Auch UV-Schutz beachten.

Barth (SPD): Unterstützt den Antrag von Voit. Gesperrte Schulstrasse funktioniert, warum nicht dauerhaft?
C. Eisenmann: Stellt klar: Klimatisierung ist nicht das Thema des TOP, sondern die Schulhofgestaltung.
Ludwig: Das Klimatisierungskonzept des Gebäude ist nicht neu, sondern bereits bekannt.

Zechmeister (WIP): Einbezug der Schulstrasse in Schulhof prinzipiell vorstellbar, aber zuvor mit Mesenbrink und Polizei/Feuerwehr abklären – Dauerlösung braucht z.B. Wendehammer (Feuerwehr, Müllabfuhr). Das muss vorher geklärt werden. Wenn verkehrstechnisch geklärt, dann erst Machbarkeitstudie unter Einbezug Schulstrasse.
Voit: Stimmt zu. Antrag um Verkehrskonzept ergänzen.

Kässer (CSU): Beantragt Abstimmung.

C. Eisenmann stellt zur Abstimmung:
Beschlussvorschlag (gekürzt):
1. Landschaftsarchitekturbüro grün4, Herr Niehoff, München, wird mit der Konzeptstudie für die Schulhofgestaltung der Grundschule beauftragt (160 Std. Aufwand, bis Frühjahr 2027). Dabei auch 2. Variante mit Einbezug Schulstrasse und Verkehrskonzept dazu untersuchen.

Abstimmung
einstimmig
-> Vorschlag angenommen

 

TOP 6:
Grundschule – Aufstockung: Beauftragung von Bauleistungen

Beschlussvorschlag (gekürzt):
1. Den vorgelegten Vergabeempfehlungen für die Aufstockung der Grundschule wird zugestimmt (7 Aufträge, ca. 750 T€).

Abstimmung
einstimmig
-> Vorschlag angenommen

 

TOP 7:
Neubau Jugendfreizeitstätte: Nachtragsbeauftragung von Bauleistungen

Beschlussvorschlag (gekürzt):
1. Den vorgelegten Empfehlungen für die Nachtragsbeauftragung für den Neubau der Jugendfreizeitstätte wird zugestimmt (2 Aufträge, ca. 22 T€).

Abstimmung
einstimmig
-> Vorschlag angenommen

 

TOP 8:
Wöllner Bergl: Bekanntgabe Mehrkosten Sanierung Kinderspielplatz

Ludwig: Erhebliche Kostenmehrung durch aufgefundenen Kanal im Untergrund und daraus resultierende Verschiebung des Spielplatz und Abtrag von Berghang und Abstützung des Hangs.

Zechmeister (WIP): Warum gab es keine Tektur/Bauplanänderung? Gab es eine Absprache mit Landratsamt? Warum gab es keine Skizze dazu? Wurde die Massnahme schon umgesetzt?
C. Eisenmann: Ja.
Zechmeister (WIP): Ist entsetzt. Warum wurde der Gemeinderat hier nicht einbezogen? Das ist zwingend zuvor dem Gemeinderat vorzulegen!
C. Eisenmann: Mehrkosten sind bereits im April entstanden. Vorwurf ist berechtigt. Entscheidungen erfolgten unter zeitlichem Druck. Gemeindemitarbeiterin hat hier eigenmächtig entschieden.

Barth (SPD): Stimmt der Kritik von Zechmeister zu. Jetzt muss man vollendeten Tatsachen zustimmen. Sehr unglücklich.
Ludwig: Möchte Abbitte leisten. Wg. Tektur wird noch nachgehakt.

Ptacek (SPD): Es ist einfach weitergemacht worden, obwohl keine Dringlichkeit? Warum keine Information im April? Und jetzt 170 T€ Kostenmehrung abnicken?

Dr. Reich (FDP): Hr. Ludwig hat Fehler eingestanden und den Unmut verstanden. Situation im April/Mai durch sehr enge Personalsituation gekennzeichnet. Besprechung am Wöllner Bergl zu der Situation war kurz vor konstit. Sitzung des neuen Gemeinderats. Deshalb aber kein Tribunal jetzt erforderlich.
Ludwig: Problem ist am 20.4. aufgetreten und wurde dann in Bereichsleiterrunde noch im April mitgeteilt.

Beschlussvorschlag (gekürzt):
1. Gemeinderat beschließt den Auftrag der Firma Gartenbau & Landschaftspflege Bracker (Pullach) in Höhe von 173 T€ für den Spielplatzbau Wöllner Bergl
2. Mehrkosten incl. Planungskosten gegenüber dem Kostenansatz betragen 211 T€. Die zusätzlichen erforderlichen Haushaltsmittel werden zur Verfügung gestellt.

Abstimmung
19 Ja-Stimmen, 1 Nein-Stimme
-> Vorschlag angenommen

TOP 9:
Promenadeweg: Unterflurcontainer

Ludwig: Ersatz für Unterflurcontainer am Promenadeweg: Umstellung auf Oberflurcontainer (günstigste Lösung) oder Neubau Unterflurcontainer oder Austausch der defekten Unterflurcontainer.
Verwaltung empfiehlt Oberflurcontainer.

Dr. Gering (Grüne): Ist für Verwaltungsvorschlag, aber mit Sichtschutz.
C. Eisenmann: Sichtschutz ist vorgesehen.

Barth (SPD): Sieht Vandalismusgefahr. Tendiert zu neuen Unterflurcontainer.

Zechmeister (WIP): Unterflurcontainer Promenadeweg war ein Probekonzept. Ergebnis: Konzept ist gescheitert. Seit 1 Jahr defekt. Ist für kostengünstigen Verwaltungsvorschlag. In Pullach überall Oberflurcontainer. Sichtschutz bitte auch für andere Standorte.
C. Eisenmann: Sichtschutz ist auch für andere Standorte in Planung.

Voit (Pullach Plus): Ist für Unterflurcontainer.

Kässer (CSU): Ist auch für Unterflurcontainer. Einwurfsöffnung für Papier bitte groß genug gestalten.

Abil (Grüne): Falls Unterflurcontainer, dann bitte Alternativen klären für Wartung.

Bock (FDP): Mehrkosten der Unterflurcontainer auch durch Leerung verursacht?
Verwaltung: Ja, Leerung der Unterflurcontainer erheblich teurer.

Vennekold (WIP): Unterflurcontainer führen also zu höheren Müllgebühren. Wie hoch?
Verwaltung: Ist in Müllgebühren bereits einkalkuliert.

Beschlussvorschlag (gekürzt):
1. Gemeinderat beschließt zu den Unterflurcontainern am Promenadeweg: Neubau Unterflurcontainer
Abstimmung
7 Ja-Stimmen, 11 Nein-Stimmen (quer durch Fraktionen)
-> Vorschlag abgelehnt

1. Gemeinderat beschließt zu den Unterflurcontainern am Promenadeweg: Umstellung auf Oberflurcontainer
Abstimmung
12 Ja-Stimmen, 6 Nein-Stimmen (quer durch Fraktionen)
-> Vorschlag angenommen

TOP 10:
Bauhof: Beschaffung eines knickgelenkten Geräteträgers

Beschlussvorschlag (gekürzt):
1. Gemeinderat beschließt, dass die Firma Ludwig Radlmaier e.K., 83547 Babensham, mit der Lieferung eines HOLDER C 70 SC zum Preis von 138 T€ brutto beauftragt wird.

Abstimmung
einstimmig (ohne Fr. Klug (abwesend))
-> Vorschlag angenommen

TOP 11:
Absichtserklärung zur weiteren Unterstützung der Projekte „NaturErholung Isartal“ und „Isartrails“ des Deutschen Alpenvereins München & Oberland (DAV)

Ludwig: Hintergrund sind offene Fragen zur Haftung und Sicherungspflicht. Grundstücksverhandlungen ebenfalls noch offen.
C. Eisenmann: Absichtserklärung bezieht sich nur auf weiteres Arbeiten des DAV.

Vennekold (WIP): Erklärung enthält keine Bindung, alles offen. Stellt klar: keine Unterstützung des DAV für vorgeschlagene Route.
Verwaltung: Es geht hier nur um Fördergelder für DAV. Viele Fragezeichen.
Vennekold (WIP): Welche Konsequenzen hat eine Zustimmung heute?
Verwaltung: Keine Verpflichtung für Pullach. Im Gespräch bleiben, Ablehnung ist weiter möglich.

Dr. Most (Pullach Plus): Positionierung anderer Gemeinden dazu?
Verwaltung: München und Baierbrunn haben zugestimmt. Pullach mit eigenem Anwalt hinterfragt das Thema kritisch. Keine Gestattungszusage bisher erteilt. Baierbrunn möchte Trail nur auf Kanalebene.

Hanny (Grüne): Ist für Antrag. Sieht keine Einschränkung dadurch.

Zechmeister (WIP): Was ist denn in den letzten 1.5 Jahren seit letztem Gemeinderatsbeschluss beim DAV geschehen? Zustimmung nur ohne Festlegung auf Wegeführung o.ä.
C. Eisenmann: Ja, korrekt.

Kloeber (Agenda21): DAV möchte 2.5 Mio€ Förderung erhalten. Agenda21 sieht Streckenführung sehr kritisch. DAV hat Gestattungsentwurf bisher nicht geschafft.

Beschlussvorschlag (gekürzt):
1. Gemeinderat beschließt, die Absichtserklärung zur weiteren Unterstützung der Projekte „NaturErholung Isartal“ und „Isartrails“ des Deutschen Alpenvereins zustimmend zur Kenntnis zu nehmen und die Erste Bürgermeisterin zu ermächtigen, diese zu unterzeichnen.

Abstimmung
einstimmig
-> Vorschlag angenommen

TOP 12:
Bekanntgabe der Jahresrechnung 2025

Schneider: Stellt Jahresrechnung vor. Rechnungsprüfungsausschuss prüft dann bis Ende des Jahres. Beschlussfassung erst danach.
Entwicklung 2025 negativ. Ausblick 2026 etwas freundlicher (etwa ausgeglichen).
Verwaltungshaushalt 77.2 Mio€ (1.1 Mio€ Defizit)
Vermögenshaushalt 40.1 Mio€ (34.0 Mio€ Defizit)
Gesamthaushalt 117.2 Mio€ (35.1 Mio€ Defizit)
Rücklagen Ende 2025 auf 54.2 Mio€ gesunken.

Beschlussvorschlag (gekürzt):
1. Gemeinderat nimmt die Vorlage der Jahresrechnung 2025 zur Kenntnis.

Abstimmung
einstimmig
-> Vorschlag angenommen

TOP 13:
Carsharing in Pullach – Ersatz ausgefallener Dienstleister

Ludwig: Anbieter hat Vertrag nicht erfüllt. Daher neuer Anbieter.

Vennekold (WIP): 7 Fragen wurden an Verwaltung gestellt. Antworten?
Ludwig: Fragen und Antworten:
– Warum lange 5 Jahre Laufzeit? Anbieter nur 5 Jahre wg. leasing-Dauer
– Kosten für Gemeinde? 9800 €/a
– Angebot von Sixt? Kein Interesse bei Sixt. Nur für Übergangslösung.
– Kürzere Höchstmietdauer 48 h? NIcht möglich, da Buchungssytem nur 72 h kann.
– Wie Service vor Ort? Service mit eigenem Personal bis Ende 2027 (alle drei Wochen). Preis des Service ist bis 2027 garantiert.
– Welcher PKW? Renault Zoe, da kurzfristig beschaffbar.
– Längere Abstände der Validierung des Führerschein möglich? Intervall von 6 Monate ist vorgeschrieben. Bei Änderung der Vorschrift gerne länger.
– Welche Werbung für mehr Nutzer ist geplant? Anzeigen in Medien und Ansprache von Nutzern in Vereinen.
– Warum so hohe Gebühren bei kurzer Überschreitungsdauer der Nutzung? Hohe Gebühren leider notwendig. Falls aber kein Schaden für Folgenutzer, dann Kulanz.
Vennekold (WIP): Das Carsharing kostet also die Gemeinde 49 T€ für 5 Jahre?
Ludwig: Ja.

Barth (SPD): Warum liegt nicht eine Preisübersicht für die Carsharing-Nutzung vor?
C. Eisenmann: Wird nachgereicht.

Dr. Most (Pullach Plus): Kritisiert den Ablauf. Warum gingen die Fragen und Antworten nicht als Unterlagen rechtzeitig an den Gemeinderat?
C. Eisenmann: Kritik berechtigt. Die Antworten sind aber leider erst heut eingetroffen.

Bock (FDP): Blockiert die Nutzung für Nachbarschaftshilfe die Einzelnutzer?
C. Eisenmann: Alle, also auch die Nachbarschaftshilfe, können das Fahrzeug mit gleichem Recht buchen.

Zechmeister (WIP): Klarstellung. Ein Mitglied der WIP hat Verwaltung die Fragen gestellt. Beantwortung war zugesichert. Jedoch keine Antwort erhalten. Daher jetzt Nachfrage. Kritisiert, dass der neue Betreiber jetzt massiv teurer für die Gemeinde ist.

Beschlussvorschlag (gekürzt):
1. Gemeinderat beschließt die Fortführung des Carsharings mit dem neuen Anbieter überall GmbH mit einer Vertragslaufzeit von fünf Jahren ab dem nächstmöglichen Zeitpunkt.
2. Gemeinderat beschließt die Ermächtigung der Ersten Bürgermeisterin zur Beauftragung des dann wirtschaftlichsten Anbieters, sollte die Auftragserfüllung durch die überall GmbH nicht erfolgen.

Abstimmung
11 Ja-Stimmen, 7 Nein-Stimmen (2 CSU, FDP, WIP)
-> Vorschlag angenommen

C. Eisenmann stellt zur Abstimmung die Fortsetzung der Sitzung über 23 Uhr hinaus:
11 Ja-Stimmen, 7 Nein-Stimmen
-> Sitzung wird fortgesetzt

TOP 14:
Notstromversorgung Rathaus – Festlegung Speicherstandort

Ludwig:
Drei bevorzugte Varianten für Aufstellung des Batteriespeichers (Größe 3x3x6 m)
Option 1: die Grünfläche vor dem Rathaus
Option 2: die Grünfläche an der Mittelschule
Option 3: die Aufständerung an der Außenwand der Musikschule über der Kühlungslüftung

Voit (Pullach Plus): Option 2 ist nicht sinnvoll. Nur Option 3 ist ok, mit Verschalung.

Zechmeister (WIP): Stimmt Voit zu. Nur Option 3. Aber die Größe ist schockierend (Garagengröße!). 3x2x2 m wurde letztes mal erwähnt. Dieses Teil ist monströs. Abklären, ob Größe notwendig für wirklichen Notfallbetrieb. Größe extern überprüfen lassen. Und Lärmdämmung!
C. Eisenmann: Feintuning über Elektroplaner muss noch gemacht werden. Ergänzend sollte betrachtet werden: vertiefte Platzierung vor Rathaus.

Vennekold (WIP): Speicher sind laut (70 dB) – dauerhafte Lärmbelästigung prüfen.

Ptacek (SPD): Speicher auf 2 Speicher und Standorte aufsplitten?
C. Eisenmann: Formuliert Option 4: Option 1 (versenkt) und Option 3 weiter verfolgen.
Ludwig: Speichergröße resultiert aus 16 kW Leistung. Splitt ist denkbar, aber führt zu mehr Aufwand.

Wirl (CSU): Ist gegen alle Optionen. DIe zusätzliche Nutzung des Speichers zur Photovoltaik-Optimierung führt zu erheblich grösserem Speicher. Daher überprüfen, ob die Mitnutzung für Photovoltaik-Optimierung sinnvoll ist.
C. Eisenmann: Stimmt zu, in Planung solte dies nochmals einbezogen werden.
Dr. Most (Pullach Plus): Sieht versenkten Speicher problematisch. Splitten des Speichers nur bei Auftrennung von Photovoltaik-Optimierung und Notstrom. Empfiehlt Stromnetz Pullach einzubeziehen.

Abil (Grüne): Risiko von Starkregen bei Versenkung des Speichers vorab klären/eliminieren.

Zechmeister (WIP): Notstrom nicht an maximalem Regelbedarf des Rathaus ausrichten. Nicht das gesamte Rathaus braucht wirklich Notstrom. Bitte überprüfen!

Voit (Pullach Plus): Stellt Vertagungsantrag. Zuviel offene Fragen. Nochmals Thematik aufarbeiten, dann vorlegen.

U. Eisenmann (CSU): Modulbauweise der Speicher sollte eine bessere Anordnung und entsprechende Gestaltungsmöglichkeit erlauben.

Wirl (CSU): Plädiert für Überprüfung der Trennung von Batterie und Wechselrichter wg. Wärmeentwicklung.

C. Eisenmann: Vorschlag: Vertagung
Abstimmung
einstimmig
-> Vorschlag angenommen

 

TOP 15:
Entlastung Kirchplatz vom Radverkehr – Umsetzung eines alternativen Routenvorschlags des Radverkehrskonzeptes

C. Eisenmann: Es gibt einen Förderantrag zu einem integrierten Mobilitäts-/Radverkehrskonzept, der bis 26.8. für Förderung eingereicht werden muss. Daher jetzt Behandlung dieses Alternativantrag.

Dr. Most (Pullach Plus): Radverkehrskonzept geht von vier Verkehrsadern statt zwei aus. Ist daher gegen ursprünglichen Vorschlag und für Alternativantrag.
C. Eisenmann: Radverkehrskonzept wird an alle Gemeinderäte verteilt.

Voit (Pullach Plus): Sieht wegen Hort am Bahnhof das Radverkehrskonzept nicht mehr für aktuell.

Schroeder (CSU): Überfahrung Tiefgarage zudem unklar. Beantragt, die neu aufgehängten grünen Fahrradweghinweisschilder wieder abzuhängen (Antrag !).
C. Eisenmann: Die Beschilderung resultiert aus einem Landkreisbeschluss von 2019. Verwaltung hat diesen umgesetzt.

Barth (SPD): Hält die neue Beschilderung für unglücklich (tw. auf Fussweg).

Beschlussvorschlag (gekürzt):
1. Verwaltung wird beauftragt, auf Basis der nationalen SUMP-Kriterien sowie den Leitlinien für integrierte Mobilitätskonzepte des Bay. StMBau einen nachhaltigen, integrierten Mobilitätsplan (NIM) für die Gemeinde Pullach zu entwickeln (unter Vorbehalt eines positiven Förderbescheides). Dabei soll die „Entlastung Kirchplatz vom Radverkehr“ vordringlich behandelt und Lösungsentwürfe vorab in den Gremien vorgestellt werden.

Abstimmung
einstimmig
-> Vorschlag angenommen

Vorschlag: Grüne Beschilderung wieder abhängen
Abstimmung
13 Ja-Stimmen, 5 Nein-Stimmen (quer durch die Fraktionen)
-> Vorschlag angenommen

 

TOP 16:
Bekanntgaben aus nichtöffentlichen Sitzungen

– keine Bekanntgaben –

 

TOP 17:
Allgemeine Bekanntgaben

Rohde
– Sirenen: 5 installiert, 4 weitere auf Masten in Vorbereitung
– Priorität Strassensanierung 2026: Teile der Münchner Str. und Wettersteinstr./Zugspitzstr.
– Parksituation zwischen Edeka und Hannover Leasing ist in intensiver Überwachung
– Baumfällung an der Wolfratshauser Str. vorgesehen, gefällte Baumstämme werden als Abgrenzung zur Strasse positioniert

 

TOP 18:
Gemeinderatsfragestunde

Ptacek (SPD): Stand beim Brunnergrundstück?
C. Eisenmann: Nichts neues. Klage durch Brunner eingereicht.

Barth (SPD): Wurzelsepp-Str. bei Schwimmbad Parkplatzsituation sehr schwierig. Zeitbegrenzung für Parken 2 h bei Friedhof – bitte aufheben.
C. Eisenmann: Die Begrenzung wurde wg. dauerhaftem Parken von Wohnmobilen eingeführt. Wird aber überprüft.

Schroeder (CSU): 5 dauerparkende Wohnmobile in Wurzelsepp-Str. und weiter in Hans-Kais-Str. führen zur beschränkten Parkplatzsituation.

 

Ende der öffentlichen Sitzung: 23:29 Uhr. (danach (!) weitere (!) nichtöffentliche Sitzung)
Mitschrift online: Mittwoch, 29. Juli 2026 07:15 Uhr
Diese Mitschrift wurde mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt (JSt). Sie ist trotzdem ohne Gewähr.

Weitere Informationen: